Gynäkologie

Die Wechseljahre

Als Wechseljahre, oder auch Klimakterium, wird die Zeit der hormonellen Umstellung am Ende der fruchtbaren Phase der Frau bezeichnet. Diese können durch unterschiedliche Beschwerden gekennzeichnet sein und von Frau zu Frau variieren. Im Durchschnitt beginnt das Klimakterium um das 45. Lebensjahr. Häufig ist es eine Frage der persönlichen Einstellung zu diesem Lebensabschnitt, der Ernährung, der Bewegung und anderer Faktoren, ob und wie sehr Sie von den Veränderungen in den Wechseljahren beeinflusst werden.

In den folgenden Abschnitten finden Sie Informationen darüber, was Sie selbst tun können, welche Therapiemöglichkeiten es gibt und eine Antwort auf die Frage: wann müssen Sie zum Frauenarzt? 


Beschwerden

Diese besondere Phase ist für viele Frauen nicht einfach. Sie müssen akzeptieren, dass ein Lebensabschnitt zu Ende geht. Darüber hinaus machen ihnen die vielen typischen Beschwerden dieser Phase das Leben nicht gerade leichter:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche – Herzrasen, Herzbeklemmungen
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Antriebslosigkeit
  • Austrocknung des Gewebes von Scheide und umgebener Haut, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Abnahme des sexuellen Verlangens
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen


Diese Beschwerden legen sich nach den Wechseljahren meist von alleine wieder. Auf lange Sicht aber kann der Östrogenmangel auch zu nicht wieder rückgängig machbaren Erkrankungen führen, wie der

Osteoporose: (Einer Abnahme an Knochendichte mit erhöhter Bruchgefahr der Knochen)Arteriosklerose: (Eine Gefäßverkalkung, vor allem der Herzkranzgefäße)

Um solche Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist deshalb eine Hormonersatztherapie in manchen Fällen sinnvoll.

Um sich hierzu beraten zu lassen, vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Facharztpraxis für Frauenmedizin und Geburtshilfe in Ahrensburg unter der Nummer 04102/51048 oder über unseren Online- Terminkalender.


Was Sie selbst tun können

Bewegung

Bewegen Sie sich ausreichend:

Laufen, Radfahren und spazieren gehen an der frischen Luft sind die besten Methoden, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Dazu reichen schon 30 Minuten am Tag.

Regen Sie Ihren Stoffwechsel an:

Wechselbäder- und Duschen, Fußbäder und kreisförmiges Massieren des Körpers von den Beinen aufwärts hält Ihren Kreislauf und Stoffwechsel auf Trab.

… und auch das noch: Versuchen Sie auf das Rauchen zu verzichten, es senkt nämlich den schützenden Östrogenspiegel. Genießen Sie Alkohol in Maßen. Gegen 1/8 Liter Rotwein am Abend ist nichts einzuwenden, denn er enthält Resveratol, einen blutverdünnenden und das Herz schützenden Wirkstoff. 

Ernährung

Ernähren Sie Sich gesund:

Starkes Übergewicht verschlimmert Wechseljahrbeschwerden. Versuchen Sie ausgewogen, fettarm und gesund zu essen. Frische Zutaten statt Fast-Food, Obst und Gemüse statt Fett und Zucker. Trinken Sie viel Milch, schon ein Liter am Tag enthält genug Calcium, um der Osteoporose vorzubeugen. Vielleicht haben Sie Zeit und Lust noch einmal eine ganz andere Art des Kochens zu erlernen, dann ist jetzt die Gelegenheit.

Trinken Sie viel, am besten 2-3 Liter Mineralwasser oder Fruchtsäfte (ohne Zucker) am Tag. Kräutertees gemischt aus Salbei, Zinnkraut und Frauenmantel hilft gegen Hitzewallungen.

Die richtige Einstellung

Finden Sie die richtige Einstellung.

Versuchen Sie zunächst, die rein psychischen Ursachen Ihrer Wechseljahrbeschwerden aufzudecken und aktiv anzugehen. Viele Frauen leiden unter dem Älterwerden weil sie glauben, sie müssten sich einen jugendlichen, attraktiven Körper für immer erhalten. Oder sie flüchten in ihre Beschwerden und laufen damit unbewusst vor Problemen davon, die anderer Natur sind. Zum Beispiel konnte man den Auszug der Kinder aus dem Elternhaus noch nicht verkraften oder der Partner schenkt einem weniger Aufmerksamkeit und Zuwendung als früher.

Versuchen Sie sich bewusst zu machen, dass Sie dieser Lebensabschnitt auch zu einer reiferen und kreativeren Lebensform führen kann. Sie sind der Verantwortung für Ihre erwachsenen Kinder ein Stück weit enthoben und können sich wieder ganz auf sich und Ihre Partnerschaft konzentrieren.

Und das Wichtigste sollten Sie sich immer bewusst machen: Älter werden ist kein Grund sich zurückzuziehen. Im Gegenteil: Wer das Altern richtig einzuschätzen weiß, der erkennt, wie viel Weisheit und Gelassenheit darin verborgen liegen kann. Altern ist ein sehr ehrbarer Prozess und, entgegen der modernen Meinung, nicht im geringsten behandlungsbedürftig.


Wann müssen Sie zum Arzt

Wenn ihre Periode bereits über einen längeren Zeitraum ausgesetzt hat, plötzlich aber wieder Blutungen auftreten, sollten Sie einen Termin bei Ihrer Frauenärztin machen.

Falls Sie mit Ihren Wechseljahrbeschwerden nicht zurecht kommen und Hilfe oder eine ausführliche Beratung wünschen, sind wir von der Facharztpraxis für Frauenmedizin und Geburtshilfe in Ahrensburg Ihnen dabei gerne behilflich.

Was können wir für Sie tun?

  • Ausführliche Gespräche über Art und Ursache der Beschwerden
  • Hormonkontrollen durchführen
  • Osteoporosediagnostik (Knochendichtemessung)
  • Beratung über Hormonpräparate als Tabletten, Pflaster, Salben oder in Form von Spritzen.
  • Beratung und Untersuchung zum Arterioskleroserisiko, Vorbeugung der Arteriosklerose z. B. mit Hormonen


Wichtig: Gehen Sie auch in den Wechseljahren weiterhin regelmäßig zur Kontrolle und Krebsvorsorge.


Wichtiger Hinweis

Liebe Patientin,

das Tragen einer FFP2-Maske ist in unserer Praxis trotz der aktuellen Lockerungen verpflichtend.

Erscheinen Sie bis auf weiteres nur allein, ohne Begleitung und ohne Kinder in der Praxis. Nach telefonischer Absprache darf zu einer ausführlichen Ultraschalluntersuchung eine vollgeimpfte Begleitperson mit FFP2-Maske und tagesaktuellem Nachweis eines AG-Schnelltests dabei sein. Auch wenn sich die pandemische Lage etwas entspannt, tragen wir unverändert Sorge für unsere vorerkrankten PatientInnen. Deshalb vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Praxis Team <3